Was ist Iaido?

Iaidō ist der japanische „Weg des Schwertziehens“ . Es ist aus der Kampfkunst der alten Kriegerkaste Japans, der Samurai, entstanden. Die Besonderheit liegt darin, dass das Schwert so gezogen wird, dass es noch während des Ziehens als Waffe eingesetzt werden kann.

Das Schwert ist das wichtigste Utensil eines Iaidoka. Es wird hauptsächlich mit dem Katana geübt, das ein- oder beidhändig geführt wird.

Anfänger beginnen mit einem Holzschwert (Bokuto oder Bokken), um Bewegungsabläufe zu erlernen. (Ohne Gefahr zu laufen, sich selbst mit der Klinge zu verletzen).

Fortgeschrittene üben in der traditionellen Kleidung (Hakama und Keiko-Gi) und benutzen dann ein Iaito, ein Übungsschwert, um die Techniken des Ziehens (nuki), der ein- oder beidhändigen Handhabung und des Zurückführens des Schwertes in die Scheide (noto) korrekt zu erlernen. Diese Iaito haben eine stumpfe Klinge aus einer relativ weichen Metalllegierung mit vollständiger Griffmontierung und Saya; sie entsprechen in Form und Gewicht weitgehend einem echten Katana.

Quelle: https://de.wikipedia.org

Geschichte

Iaido  ist eine Form der Kampfkunst, die ihren Ursprung im Kenjutsu hat. Es wurde im 15. bis 16. Jahrhundert in Japan als Verteidigungsart entwickelt, um Überraschungs-angriffen und feindlichen Überfällen zu begegnen.

Der Gebrauch von Waffen war das Privileg der Samurai, vor allem seit dem 16. Jahrhundert, als per Dekret die Beschlagnahmung sämtlicher Waffen unter dem Volk befohlen wurde. Kenjutsu, der Schwertkampf, gehörte zur Grundausbildung der Samurai. Das Schwert galt als der “Leibwächter”, von dem man sich niemals trennte. Stehend, sitzend oder liegend – immer musste der Samurai bereit sein, sein Schwert zu ziehen, um sein Leben zu retten, das in Zeiten des Lehenswesens ständig bedroht war. In diesem Zusammenhang verbreitete sich die Erkenntnis, dass ein Sieg effektiver durch ein schnelles überraschendes Losschlagen als durch einen ermüdenden langen Schwertkampf zu erzielen war. So perfektionierte der japanische Krieger Iai: die Kunst, das Schwert zu ziehen und den Gegner zu schlagen, bevor dieser sich überhaupt auf einen Kampf einstellen kann.

Das Ziel des Iaido sollte sein, einen drohenden Angriff möglichst sofort mit einem Schnitt des Schwertes zu beenden. Um ein dafür geeignetes System zu schaffen, wurden die vielfältigsten Situationen und Umstände von Überraschungsangriffen studiert, um einen Weg zu finden, das Schwert gegen möglichst viele Arten des Angriffes wirksam zu benutzen.

Quelle: http://www.iaidoverband.org, http://www.wikipedia.de

Philosophie

Im Iaidō spiegelt sich die Zen-Philosophie wider. Man kämpft nicht gegen einen echten Gegner, sondern man „spiegelt“ sich selbst. Man versucht seine eigenen Fähigkeiten zu meistern und seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Das Ziel beim Iaidō ist, sich auf die exakte und sichere Ausführung der Kata zu konzentrieren und die Einheit von Körper, Geist und Schwert zu entwickeln (Ki-Ken-Tai-Ichi). Ursprünglich wurden vielfältige Formen geübt, um körperlich jeder Gefechtssituation gewachsen zu sein und angemessen zu reagieren. Es wird gelehrt, dass die Meisterschaft erreicht wäre, wenn man eine Situation beherrscht – ohne das Schwert zu ziehen. Das erfordert die Entwicklung einer starken Persönlichkeit durch langjährige Übung.

Quelle: http://www.iaidoverband.org, http://www.wikipedia.de